Libanon: Israel weitet „Evakuierungsbefehle“ drastisch aus – und begeht damit ein Kriegsverbrechen

Menschen stehen zwischen den Überresten des historischen Markts der südlibanesischen Stadt Nabatäa, der durch israelische Angriffe zerstört wurde (15. Juni 2026). © MAHMOUD ZAYYAT / AFP via Getty Images

Es ist 4:04 Uhr morgens am 2. März 2026, als der Räumungsbefehl die Gemeinde Chaqra sowie 52 weitere Dörfer im Südlibanon erreicht.

Als Hala* bei Tageslicht in Chaqra aufbricht, ist ihre Nachbarschaft längst leer. Alle sind vor ihr geflohen. Für die Fahrt ins rund zweieinhalb Stunden entfernte Beirut wird sie 24 Stunden brauchen. Halas Flucht ist kein Einzelfall. Immer wieder ordnet das israelische Militär großräumige „Evakuierungen“ für Teile des Südlibanon an und verbietet den Menschen danach die Rückkehr. So hat es Hunderttausende im Libanon vertrieben und in Angst versetzt – ein klarer Bruch des humanitären Völkerrechts. 

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